{"id":51,"date":"2013-10-27T10:51:01","date_gmt":"2013-10-27T09:51:01","guid":{"rendered":"http:\/\/zk.local\/kongress-nein-zur-militarisierung-von-forschung-und-lehre-ja-zur-zivilklausel\/"},"modified":"2026-05-11T17:06:49","modified_gmt":"2026-05-11T15:06:49","slug":"kongress-nein-zur-militarisierung-von-forschung-und-lehre-ja-zur-zivilklausel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.zivilklausel.de\/wordpress\/kongress-nein-zur-militarisierung-von-forschung-und-lehre-ja-zur-zivilklausel\/","title":{"rendered":"Kongress \u201eNein zur Militarisierung von Forschung und Lehre \u2013 Ja zur Zivilklausel!\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">\n<div><strong>27. bis 29. Mai 2011<\/strong><\/div>\n<div><strong>Technische Universit\u00e4t Braunschweig<\/strong><\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>An \u00fcber 40 deutschen Hochschulen wird Forschung f\u00fcr den Krieg betrieben. Der Einfluss der Milit\u00e4rs auf die akademische Lehre w\u00e4chst. An ersten Hochschulen werden Lehrveranstaltungen von den Jugendoffizieren der Bundeswehr ausgerichtet. R\u00fcstungskonzerne vergeben Forschungsarbeiten und finanzieren Stiftungsprofessuren. Das Verteidigungsministerium stellte 2010 insgesamt 1,1 Milliarden Euro f\u00fcr R\u00fcstungsforschung bereit.<\/p>\n<p>Die zunehmende Militarisierung von Forschung und Lehre ist Bestandteil einer Politik, die aud milit\u00e4rische Interventionen und Krieg setzt. Dazu wird die Bundeswehr zu einer weltweit einsetzbaren Interventionsarmee umgebaut, die Rohstoffquellen und Transportwege f\u00fcr die deutsche Wirtschaft zu sichern habe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Bundeswehr vom Balkan bis zum Hindukusch eingesetzt wird, ist das Milit\u00e4rische auch im Inneren auf dem Vormarsch. Die Armee zieht in die Schulen ein und schlie\u00dft Abkommen mit den Kultusministerien. Zivile Ausbildungs- und Forschungskapazit\u00e4ten von den Betrieben bis zu den Universit\u00e4ten werden f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke vereinnahmt.<\/p>\n<p>Die Milit\u00e4rforschung stellt dabei die innere Transparenz und Demokratie, d. h. letztlich Freiheit und Autonomie, der Hochschulen selbst in Frage. Dies erreichte im Herbst 2010 eine erschreckende Dimension, als das Verteidigungsministerium offiziell erkl\u00e4rte, alle Angaben \u00fcber seine Drittmittelauftr\u00e4ge an \u00f6ffentliche Hochschulen unterl\u00e4gen nunmehr der \u201eGeheimschutzordnung\u201c.<\/p>\n<p>Doch Widerstand beginnt sich zu regen. Eine \u201eimmer gr\u00f6\u00dfer werdende, sogenannte Zivilklausel-Bewegung\u201c (FAZ) fordert die Verpflichtung der Hochschulen auf friedliche, zivile Forschung und Lehre. An den Universit\u00e4ten Karlsruhe und K\u00f6ln sowie an der FU Berlin haben sich die Studierenden in Urabstimmungen f\u00fcr eine Zivilklausel ausgesprochen. Weitere Abstimmungen sollen folgen. In der Universit\u00e4t T\u00fcbingen wurde die Friedensbindung durch eine Zivilklausel in der Grundordnung im September 2010 rechtskr\u00e4ftig. Im Februar 2011 wurde ein internationaler Appell gegen jegliche Milit\u00e4rforschung an Universit\u00e4ten ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, die bundesweiten Aktivit\u00e4ten zu b\u00fcndeln. Es ist an der Zeit, die Lage gemeinsam zu analysieren, Informationen zur Militarisierung der Hochschulen zusammenzutragen und den Erfahrungsaustausch \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Formen des Widerstands zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Denn wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn an unseren Hochschulen f\u00fcr den Krieg geforscht wird. Wir werden es nicht dulden, wenn an unseren Hochschulen wieder milit\u00e4rische Geheimforschung betrieben werden soll. Wir f\u00f6rdern friedliche und zivile Hochschulen, die ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Veranstalter:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>INES<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>AStA TU Braunschweig<\/li>\n<li>Forum InformatikerInnen f\u00fcr Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF)<\/li>\n<li>freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fz)<\/li>\n<li>Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)<\/li>\n<li>NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung f\u00fcr Frieden und Zukunftsf\u00e4higkeit e.V. (NatWiss)<\/li>\n<li>Landes-ASten-Konferenz NDS (LAK NDS)<\/li>\n<li>Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen \/ F\u00fcr gewaltfreie Friedensgestaltung (IALANA)<\/li>\n<li>Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Veranstaltungsprogramm finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.gewerkschaftsjugend-niedersachsen.de\/fileadmin\/user\/Braunschweig\/News\/Studierendenarbeit\/2011\/BS_Programm_DinA5.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27. bis 29. Mai 2011 Technische Universit\u00e4t Braunschweig \u00a0 An \u00fcber 40 deutschen Hochschulen wird Forschung f\u00fcr den Krieg betrieben. Der Einfluss der Milit\u00e4rs auf die akademische Lehre w\u00e4chst. An ersten Hochschulen werden Lehrveranstaltungen von den Jugendoffizieren der Bundeswehr ausgerichtet. R\u00fcstungskonzerne vergeben Forschungsarbeiten und finanzieren Stiftungsprofessuren. 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